revierkarte.de

Sie sind hier: Startseite Wer suchet, der findet

Aktuell

Prospekt
Unser aktueller Prospekt
Weitere Informationen finden Sie hier.
Sample Image
Messe Jagd und Hund
Besuchen Sie uns auf Deutschlands größter Jagdmesse.
Aktualitaet
Aktualität der Luftbildaufnahmen
Weitere Informationen finden Sie hier.
Sample Image

Wer suchet, der findet...

Sample image

Die WILD UND HUND-Redaktion hat exemplarisch die Kartenerstellung für ihr Testrevier durchgespielt.
Von Frank Rakow

Überblick ist alles. Vor allem in einem Revier mit mehreren Jägern und häufigen Gästen. Am besten geht das mit einer Karte. Die kann man sich aus topographischem Material selber zusammenbasteln. Oder man nutzt die Segnungen der Technik und lässt aus Luftaufnahmen ein wirklichkeitsgerechtes Abbild des Reviers herstellen.

Wer ist da eigentlich mit einem Jeep in meinem Revier rumgefahren“, fragte der Nachbar leicht pikiert. Der Revierinhaber stand wie vom Donner gerührt. Hatte er doch den Gast anhand einer Zeichnung genau eingewiesen. Gut, dass das Verhältnis zum Nachbarn freundschaftlich war, sonst hätte es leicht kompliziert werden können.

In Revieren gibt es nun mal keine Straßenschilder oder Schlagbäume zu angrenzenden Jagden. Und fast jeder kennt Schilderungen von versehentlichen Ansitzen auf „feindlichen“ Hochsitzen. Schwierig wird es vor allem dann, wenn diese auch noch erfolgreich verlaufen.

Einer der vielen Gründe, warum sich Revierinhaber mit Bordmitteln Revierkarten schaffen. So ist klar zu erkennen, wo die Grenzen verlaufen und wo sich welche Jagdeinrichtungen (Sitze, Wildäcker, Kirrungen oder ähnliches) befinden. Das hilft auch, wenn bei Berichten nicht klar wird, wo welches Wild gesehen wurde. In einigen Revieren, in denen mehrere Jäger unabhängig voneinander jagen, wird durch verschiedenfarbige Nadeln die Position gekennzeichnet, an dem der jeweilige Hubertusjünger ansitzt.

Bei der Planung von Drück- oder Treibjagden sind solche Pläne ebenfalls eine wesentliche Hilfe. Hierauf können Wege der Treiber, Verteilung der Hundeführer und Platzierung der Schützen in ihrem Zusammenspiel besser erkannt werden als bei der Betrachtung vor Ort. Nicht nur für den Erfolg des Unternehmens, sondern auch für die Sicherheit ein klares Plus.

Nun sind aber die meisten Revierinhaber nicht in der Lage, die Voraussetzungen für eine solche Karte zu schaffen. Und wenn die Karte zu klein, zu grob oder zu ungenau ausfällt, sind unter Umständen damit auch schon wieder (gefährliche) Fehler programmiert. Diese Marktlücke hat Diplomingenieur Peter Braun-Himmerich erkannt und mit dem Angebot seiner in Berlin ansässigen Firma „revierkarte.de“ geschlossen. Um uns einen Eindruck zu verschaffen, haben wir den Weg zu einem solchen Kartenwerk anhand des WuH-Testreviers durchgespielt.

Zunächst lieferten wir auf einem Messtischblatt die Umrisse des 550 Hektar großen Jagdbezirks, auf der wir die jagdlichen Einrichtungen und andere markante Punkte eingetragen hatten. Braun-Himmerich: „Das ist für mich die Grundlage für eine Recherche nach den aktuellsten Daten und Luftbildaufnahmen von dieser Region.“ Diese werden nach seinen Angaben mit anderen geographischen Daten aus den verschiedensten Quellen abgeglichen. Bei uns stammte die letzte Luftbildaufnahme aus dem September 2007. Hierauf werden in verschiedenen Ebenen (sogenannten Layern) zusätzliche Informationen gelegt, wie z. B. Straßen- und Flußläufe, Gemeindegrenzen und natürlich die jagdlichen Einrichtungen. Durch dieses „Mehrschichtensystem“ lassen sich später leichter Änderungen vornehmen.

Sample ImageDiese Ausfertigung wird dem Auftraggeber zur Überprüfung zugeschickt. Mit speziellen Filzstiften (werden mitgeliefert) können Korrekturen vorgenommen werden. In unserem Fall waren ein paar Sitze und Leitern nicht ganz exakt an ihrem Platz, zwei hatten wir gänzlich vergessen. Außerdem wollten wir noch zwei markante Punkte, die als Treffpunkte im Revier gelten, ebenfalls auffällig auf der Karte markiert wissen. Da Braun-Himmerich auch die Gemeindegrenze eingezeichnet hatte, fiel uns deutlich auf, wie häufig sie von der Reviergrenze abwich. In einem Fall war bekannt, dass ein Tausch mit der Nachbargemeinde stattgefunden hatte, um eine klare Grenze durch die Bundesstraße zu bekommen. Aber auch an anderen Stellen hatte es früher schon Begradigungen gegeben. Ein relativ großes Waldstück der Gemeinde in direkter Fortsetzung unseres Reviers war dem sich anschließenden Staatsforst zugeordnet worden, der diese Flächen gekauft hatte. Ob deshalb das Flurstück den Namen „Streitwald“ trägt?

Nach sorgfältiger Korrektur ging das Exemplar wieder zurück nach Berlin ins Ingenieurbüro. Schon bald folgte ein Anruf, der zur Klärung letzter Unklarheiten auf dortiger Seite diente. Als nach etwa zwei Monaten Gesamtzeit die trapezförmige Versandpackung mit dem Kartensatz auf dem Tisch lag, kam der spannende Augenblick: Einmal groß (80cm x 70cm, Maßstab 1 : 5 000) ersetzte die veraltete Darstellung auf dem Redaktionsflur. Die beiden mittleren schmücken das Chefzimmer und das des Bearbeiters, die handlichen kleinen Dimensionen die der anderen Kollegen.

Angenehm überrascht waren alle nicht nur von der Genauigkeit der Luftbildaufnahme („Den Heide-Hochsitz kann man ja sogar sehen!“), sondern auch von dem Material. Es erinnert ein wenig an das von Wachstischdecken, fasst sich angenehm an und verträgt auch eine raue Behandlung, da knick- und wasserfest. Also genau die richtige Beschaffenheit, um in rauen Jägerhänden lange zu bestehen. Wenn jetzt einer von uns seinen Sitz nicht findet oder gar in nachbarschaftliche Gefilde gerät, wird er sich mit einer Ausrede außerordentlich schwertun.
http://www.wildundhund.de/